So kann der Werdegang der Kunstturnerin Julia Weissenhofer beschrieben werden.
Mit ihren 16 Jahren gehörte sie zu den jüngsten Teilnehmerinnen. Sie zeigte am Boden eine elegante, ausdrucksstarke Kür und erhielt dafür 10.833 Punkte. Mit ihren beiden Sprüngen am Pferdsprung und Noten von 12.033 und 12.533 konnte sie sehr zufrieden sein. Am Stufenbarren erreichte sie sogar ihre persönliche Bestnote an diesem Gerät von 11.300 Punkten. Einzig beim Schwebebalken musste sie bei der Kombination Flick-Salto das Gerät verlassen, was ihr einen Punkt Abzug bescherte und die Note 10.566 ergab.
Das positive Gefühl überwiegt. An der EM mit den Besten der Besten geturnt zu haben gibt ihr zusätzliche Motivation weiter an sich zu arbeiten und sich in den nächsten Jahren kontinuierlich zu steigern.
Premiere: Julia Weissenhofer ist die erste Frau aus Liechtenstein, die an Kunstturn-Europameisterschaften turnt.
Julia Weissenhofer mit Nationaltrainer Sergej Slastnych
Sie startet am Donnerstag 02. Mai 2024 um 10:00 Uhr ihren Wettkampf am Boden.
Sie freut sich sehr darauf mit der Elite turnen zu dürfen und zu sehen wo sie im internationalen Vergleich steht. Ihr Ziel ist es einen guten Wettkampf zu turnen und ihre bisherige Bestmarke von 47.050 Punkten zu übertreffen und sich unter den besten drei der Kleinstaaten einzureihen.
Herzlichen Dank an alle Gönner und Sponsoren.
„Eurovision Sport“ überträgt den Wettkampf per livestream.
Worldcup der Kunstturnerinnen in Osijek (Kroatien), 04.-07. April 2024
Michaela Bill, Julia Weissenhofer, Sergej Slastnych
Julia Weissenhofer startete vom 4.-7. April am Worldcup der Kunstturnerinnen in Osijek (Kroatien). Vor Ort waren auch ihr Trainer Sergej Slastnych sowie Michaela Bill als Kampfrichterin.
Am Donnerstag stand die Qualifikation der Geräte Sprung und Stufenbarren auf dem Programm. Weissenhofer zeigte zwei solide Sprünge und mit 12.183 Punkten belegte Weissenhofer den 8. Rang und qualifizierte sich so für das Finale vom Samstag.
Im Gerätefinal am Sprung
Sie ist die erste Frau, die Liechtenstein an einem internationalen Wettkampf bei den Senioren vertritt. Gleich bei ihrem ersten Weltcup Wettkampf erreichte sie im Sprung die Qualifikation für das Gerätefinale.
Beim Barren und zeigte Weissenhofer den Jägersalto. Leider schlichen sich etliche kleine Fehler in ihre Übung und so erreichte sie mit einer Note von 10.633 Punkten den 12. Rang.
Am zweiten Qualifikations-Tag fehlten ihr nur 0.40 Punkte um am Balken ins Final einziehen zu können. Hier belegte sie den 11. Rang. Am Boden musste sie leider einen Sturz hinnehmen, was zu einem schmerzhaften Punkteabzug ihrer ansonsten ausdrucksstarken Bodenübung führte.
Achter Schlussrang im Sprung Finale!
Beim ersten Sprung, dem „Tsukahara gebückt“, hatte Weissenhofer zu viel Höhe. Sie öffnete etwas zu spät für eine optimale Landung. So konnte sie die Rotation nicht mehr wie gewünscht stoppen und musste einen Sturz hinnehmen. Den zweiten Sprung „Überschlag gebückt“ stellte Weissenhofer souverän hin und erntete viel Applaus. In der Endabrechnung bedeutete dies den tollen 8. Schlussrang. Ohne Sturz wäre sogar ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen.